Die faschistische Bedrohung wird immer größer. In den letzten Jahren konnte die rechte Szene immer mehr Zulauf verzeichnen und hat inzwischen auch einen etablierten und großen parlamentarischen Arm, die AfD. Das Erstarken der AfD steht jedoch nicht, allein, auch die meisten bürgerlichen Partien steigern mehr oder weniger offen in das Wettrennen nach Rechts ein. Die politische Atmosphäre in Deutschland ist geprägt von Rassismus und der Vorbereitung auf imperialistische Kriege. Gleichzeitig erhalten die Repressionsorgane immer mehr Kompetenzen um jeden Widerstand gegen Faschist:innen, Autoritarisierung und Kriegsmobilmachung gewaltsam niederzuschlagen. Angetrieben durch die allgegenwärtige Hetze ist die AfD ist inzwischen in ganz Deutschland stark. Auch andere neonazistische Partien wie die Heimat und der Dritte Weg sind weiterhin aktiv, organisieren Aufmärsche und bedrohen besonders Migrant:innen und queeres Leben. Dem Gegenüber steht eine antifaschistische Bewegung die selten gemeinsame Schlagkraft entwickelt.
Situation in der Region
Die AfD ist auch in Erlangen und der Umgebung aktiv. Außerhalb von Wahlkämpfen tritt die Partei in Erlangen selbst kaum offen in Erscheinung und auch ihre Wahlergebnisse sind im Stadtgebiet noch verhältnismäßig niedrig. Anders ist die Situation im Landkreis und der Region. Dort fühlt sich die AfD pudelwohl, präsentiert sich gerne und ist auch vielerorts willkommen.
Das Spektrum aus rechtsradikalen Überresten der ehemaligen Proteste gegen die Coronamaßnahmen ist gerade in Mittelfranken noch groß und stellt ein Sammelbecken und Rekrutierungsort für Neonazis und Faschist:innen da. Einen vorübergehenden Höhepunkt erreichten die Aufmärsche des sogenannten „Team Menschenrechte“, welches auch die „Gemeinsam für Deutschland“ Proteste in Nürnberg organisierte im letzten Jahr. Auch durch konsequente antifaschistische Praxis haben die wöchentlichen Demos an Momentum verloren, sind nichtsdestotrotz weiterhin gefährlich.
In Erlangen selbst haben wir besonders mit Burschenschaften zu kämpfen. Gerade die Burschenschaft „Frankonia“ ist ein wichtiges Szeneobjekt in dem mehrere bekannte Faschisten wohnen und das regelmäßig als Örtlichkeit für Treffen und Veranstaltungen von Rechtsradikalen der gesamten Region dient. So haben sich dort zum Beispiel vor nicht all zu langer Zeit Neonazis vernetzt welche im Umfeld des „Team Menschenrechte“ in Erscheinung getreten sind. Wohnhaft sind in der Frankonia unter anderem auch Kader der IB Bayern. Beim Gründungstreffen der neuen AfD-Jugend „Generation Deutschland“ waren auch Personen aus dem Umfeld der Frankonia anwesend.
Über uns
Der Kampf gegen all diese Teile des faschistischen Spektrums muss aktiv organisiert und geführt werden. Hierzu wollen wir einen Beitrag leisten.
Wir verstehen uns dabei als eine Ergänzung und kein Konkurrenzprodukt zu bisher bestehenden Strukturen und Organisationen.
Unser Ziel ist die Weiterentwicklung des antifaschistischen Kampfes und der Aufbau einer Antifaschistischen Aktion. Hierzu müssen wir uns weiterbilden, vernetzen und voneinander lernen. Der konsequente Kampf gegen Faschist:innen benötigt ein vielschichtiges Herangehen. Die Aktionsformen dieses Kampfes können wir, wenn wir diesen effektiv führen wollen, uns nicht diktieren lassen.
Wir sind ansprechbar in Bündnissen und für alle die mit uns zusammenarbeiten wollen. Gleichzeitig schützen wir unsere Strukturen.
Unser Antifaschismus hat keinen Kampagnencharakter sondern ist 365 Tage im Jahr der zentrale Gegenstand unserer politischen Praxis. Da wir als Erlanger:innen diesen Kampf nicht alleine führen können, vernetzen wir uns auch überregional.
Wir kämpfen solidarisch mit all denjenigen die an unserer Seite gegen jede Form des Faschismus stehen, ob in Erlangen, Bayern oder ganz Deutschland.
Faschismus.
Wir sehen den Faschismus im Kapitalismus als den letzte Ausweg für das Kapital, wenn sich das System in einer Krise befindet. Mit seinem autoritärem und repressiven Charakter ist er ein bewährtes Mittel, um eine kämpferische Arbeiter:innenbewegung niederzuschlagen, die sonst die Vorherrschaft des Kapitals beenden würde. Er stellt somit die reaktionärste Form des Kapitalismus da. Wollen wir dem Faschismus dauerhaft den gar aus machen müssen wir daher ihm den Nährboden entziehen und den Kapitalismus überwinden. Will eine Arbeiter:innenbewegung dies schaffen, muss sie auch vor der faschistischen Reaktion, durch eine antifaschistische Aktion verteidigt werden, zu deren Aufbau wir etwas beitragen wollen.
Antifaschistischer Aufbau Erlangen
Die Antifaschistische Aktion aufbauen!
17.01.2026





